Archive for Juni, 2013

Archive for Juni, 2013

Wer sich bereits mit dem Thema Farbe und Geschmack auseinander gesetzt hat, der weiß, welch großen Einfluss Farbe auf den Appetit und Geschmack haben kann. Gibt man beispielsweise Testpersonen mit verbundenen Augen verschiedenfarbige Gummibärchen, dann fällt es schwer die richtige Geschmacksrichtung zu bestimmen.

Forscher von der Universität in Oxford haben nun in einer Studie, die im Fachmagazin “Flavour” veröffentlicht wurde, herausgefunden, dass Menschen weniger essen, wenn sie von roten Tellern speisen. Was abgesehen vom Thema Farbe außerdem lange bekannt ist: Wenn man abnehmen möchte, sollte man das Essen auf kleineren Tellern servieren. So wird man schneller satt, als wenn man von großen Tellern isst.

Die Studie hatte einen ernst zu nehmenden Hintergrund: In britischen Krankenhäusern wird Magersüchtigen das Essen auf einem roten Tablett serviert. Das soll dafür sorgen, dass die Krankenschwestern wissen, das gerade solche Personen ihre Portion aufessen sollen. Daraufhin haben die Wissenschaftler aus Oxford die Studie durchgeführt und gezeigt, dass rot die denkbar schlechteste Farbe für ein Tablett ist, das Magersüchtigen serviert wird. Die Farbe sollte eher bei fettleibigen Menschen und solchen, die abnehmen möchten, angewendet werden.

Auch interessant: Kakao schmeckt wohl am besten, wenn er in orangefarbenen Bechern serviert wird. Die Testpersonen bekamen Kakao in verschiedenfarbigen Bechern, obwohl alle denselben Inhalt hatten.

Noch verrückter geht es in Japan zu: Hier wurden bereits Brillen mit Blaustich extra für Abnehmwillige hergestellt. Denn die Natur bringt keine Nahrung hervor, die die Farbe blau beinhaltet. Folglich ist unser Gehirn darauf getrimmt, dass Nahrung, die blau ist, nicht gesund und appetitlich ist. Blaues Essen stößt uns also ab. Ob das funktioniert? Ich werde es nicht ausprobieren. Insbesondere in Gesellschaft würde man sich doch etwas blöd vorkommen, wenn man zum Beispiel in einem Restaurant eine lächerliche blaue Brille auspackt.

Fazit: Wer abnehmen möchte, der sollte nicht von rotem Geschirr essen. Doch ich denke, dass es euch genauso geht wie mir: Wo bitte gibt es in Deutschland rotes Geschirr? Außer vielleicht auf Werbefotografien, die eine bestimmte Speise lecker aussehen lassen möchte. Ich kenne grüne Teller, weiße Teller, Teller mit Muster – aber rote Teller sind mir noch nicht untergekommen. Wie wohl Speisen von schwarzen Tellern schmecken…?

Posted by Laeufer on Juni 11th, 2013

Häufig sieht man sie in der Werbung im Fernsehen oder auch als Anzeige in Fernsehzeitschriften. Die Rede ist von Diät-Drinks bzw. Diät-Pulver. Eine Mahlzeit der Wahl wird durch einen Diät-Drink ersetzt, der aus einem Pulver und Milch oder Wasser angerührt wird. Er soll viele Nährstoffe enthalten, wenig Kalorien haben und satt machen, sodass man die Kalorien der ersetzten Mahlzeit einspart.

Ursprünglich wurden die Diät-Drinks für extrem übergewichtige Menschen entwickelt, sprich Menschen, die unter Adipositas leiden. Doch mittlerweile sind sie für Jedermann erhältlich, also auch für oft ohnehin schon schlanke Frauen, die aber doch noch mit Ach und Krach 1-2 Kilos bis zum Urlaub verlieren möchten.

Die Diät-Drinks sind allerdings keine Wunderwaffen: Es sind keine besonderen Stoffe enthalten, die die Fettverbrennung irgendwie ankurbeln könnten. Die Diät funktioniert in diesem Fall rein über eingesparte Kalorien. Denn es gilt: Wenn man mehr Kalorien verbraucht (Summe aus Grundumsatz und Bewegung) als man zu sich nimmt (durch Nahrung und Getränke), dann nimmt man grundsätzlich ab. Spart man also eine Mahlzeit mit 800 Kalorien ein, indem man ein Getränk mit 100 oder 200 Kalorien zu sich nimmt, so ergibt sich ein Defizit von einigen hundert Kalorien. Wobei die 800 Kalorien für eine Mahlzeit sehr großzügig geschätzt sind.

Ich persönlich halte diese Drinks für relativ sinnlos. Man kann genauso gut zu einem Proteinpulver greifen, was viel besser funktioniert, da dem Körper so noch wichtige Eiweiße zugeführt werden. Wenn der Kalorien-Defizit nämlich zu groß wird, dann frisst der Körper sich selbst auf und es werden Muskeln zersetzt, damit der Körper mit deren Energie gefüttert werden kann. Das bedeutet im Klartext, dass man zwar Gewicht verliert, dieses allerdings vor allem aus Wasser und Muskelmasse besteht. Das Fett bleibt weiterhin bestehen.

Viel sinnvoller wäre es also Sport zu treiben und Proteinpulver zu sich zu nehmen. So werden Muskeln tendenziell noch mehr aufgebaut und Fett verbrannt. Grundsätzlich gilt außerdem: Je mehr Muskelmasse da ist, desto mehr Energie braucht der Körper für die Instandhaltung. Das heißt wiederum, dass theoretisch mehr Fett zur Energiegewinnung herangezogen werden kann.

In diesem Sinne: Lasst lieber die Finger von solchen Diät-Pulvern. Sie sollten nur für solche Fälle genutzt werden, für die sie ursprünglich gemacht wurden, nämlich für sehr übergewichtige Menschen, die erstmal Abnehmen müssen, bevor sie überhaupt ein Sportprogramm starten können.

Posted by Laeufer on Juni 2nd, 2013

Bei meiner Recherche im Internet bin ich auf eine neue Diätform gestoßen, die ich euch nicht vorenthalten möchte: Sie wird als Steinzeit-Diät bzw. Paleo-Diät bezeichnet. Paleo kommt von Paläontologie, was übersetzt ungefähr die Wissenschaft der Lebewesen vergangener Zeitalter bedeutet. Wer mal Jurassic Park gesehen hat, der kann ungefähr etwas damit anfangen.

Die Steinzeit-Diät ist relativ selbsterklärend und unkompliziert: Man darf alles essen, was Steinzeitmenschen damals auch zur Verfügung stand. Im Großen und Ganzen sind das Früchte und pures Fleisch oder Fisch. Aber auch Eier, Honig, Nüsse und Gemüse dürfen selbstredend verzehrt werden. Alles, was man auch in der freien Natur finden würde.

Regeln gibt es dabei keine: Es darf soviel verspeist werden, wie man möchte.

Doch was ist der physiologische Hintergrund bei der Steinzeit-Diät? Der menschliche Körper war über Jahrtausende hinweg auf diese Ernährung eingestellt. Der Ackerbau und somit die Grundlage für verarbeitete Lebensmittel wie Brot, gab es erst vor ca. 4000 Jahren zum ersten Mal. Die Evolution funktioniert allerdings nur auf viele Jahrtausende oder gar Millionen von Jahren. D.h. der menschliche Körper ist auf die extreme Zufuhr von Kohlenhydraten und Zucker noch gar nicht eingestellt. Aus diesem Grund werden die vielen Kohlenhydrate in unserer heutigen Ernährung auch als ungesund angesehen, außerdem machen sie sehr schnell sehr fett.

Wenn man versucht eine kohlenhydratfreie Ernährung durchzuführen, merkt man in den ersten Tagen ohne Kohlenhydrate Kopfschmerzen, Müdigkeit und eventuell Schwindelgefühle. Doch nach einiger Zeit stellt sich der Körper auf die proteinreiche Kost ein und funktioniert auch ohne großartige Kohlenhydrat Zufuhr. Ich persönliche habe so etwas noch nie durchgehalten, allerdings habe ich einige Erfahrungsberichte aus Sportler-Foren gelesen, die es geschafft haben.

Ich persönlich finde die Steinzeit-Diät nicht schlecht, da sie relativ ausgewogen ist (sofern man nicht nur Fleisch isst) und der ganze Zucker, Alkohol und die vielen Kohlenhydrate weggelassen werden. Was für den Steinzeitmenschen gut war, kann auch für uns, seine direkten Nachfolger, nicht schlecht sein, da es uns ansonsten heute nicht gäbe.

Fazit: Wer sich eine relativ vernünftige Diät aussuchen möchte und dabei keine Lust auf ein großes Regelwerk und genaue Einhaltungen von Ernährungsplänen hat, der kann die Steinzeit-Diät ausprobieren. Sie ist definitiv vernünftiger als viele andere Diät-Formen, die so im Netz kursieren.