Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sind nicht verhandelbar!

Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz sind nicht verhandelbar!

Kompromisse, Zugeständnisse, Rücksichtnahmen: alles in Ordnung, alles erlaubt – wenn es letztlich den Interessen der Belegschaft dient und in den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber einfach nicht mehr herauszuholen ist.

Doch für diese „Goldene Regel“ engagierter Betriebsratsarbeit gibt es eine gewichtige Ausnahme:

Immer dann und immer dort, wo Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz berührt sind, kann es einfach keine Kompromisse und kein Entgegenkommen geben. Denn hier geht es schließlich buchstäblich um Leib, Leben und Gesundheit Ihrer Kolleginnen und Kollegen!

Und die können natürlich niemals Teil einer „Verhandlungsmasse“, eines „Deals“ oder „Einigungspakets“ sein. Da kann Ihr Arbeitgeber noch so sehr über Kosten, Wettbewerbsnachteile und bürokratischen Aufwand jammern oder den gnadenlosen Konkurrenzdruck und die Globalisierung beschwören!

Denn der Arbeits- und Gesundheitsschutz ist einer der wenigen Bereiche, wo die Arbeitgeberseite vollständig auf ihre üblichen Schreckgespenster – und die damit verbundenen Killer-Argumente verzichten muss!

Einerseits, weil es hier ganz klare gesetzliche Regelungen und Anforderungen gibt – und zwar nicht nur auf nationaler, sondern auch auf europäischer Ebene. Und andererseits, weil sich selbst die härtesten Arbeitgeber-Lobbyisten nicht getrauen, öffentlich zu fordern, dass wir im Arbeitsschutz am besten chinesische Verhältnisse einführen sollten.

Deshalb: Nehmen Sie im Arbeitsschutz Ihre Mitsprache-, Mitbestimmungs- und Gestaltungsrechte als Betriebsrat aktiv wahr!

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass die vom Arbeitgeber eingesetzten haupt- oder nebenamtlichen Sicherheitsbeauftragten schon dafür sorgen werden, dass alles seine Ordnung hat, verzichten Sie keinesfalls auf Ihre Einflussrechte in diesem Bereich, der für jeden Mitarbeiter existenziell wichtig ist!

Denn natürlich achten die betrieblichen Sicherheitsbeauftragten darauf, dass die Vorschriften eingehalten werden – aber das läuft oft darauf hinaus, dass nur die Mindestanforderungen erfüllt werden. Außerdem ist es einfach nicht damit getan, penibel nachzuzählen, ob alle vorgeschriebenen Gebots- und Verbotsschilder im Betrieb hängen.

Schließlich wollen Sie als Betriebsrat mehr: Ihr Anspruch ist es, mitzubestimmen, also den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern, die Arbeitsbedingungen so menschlich wie möglich zu machen. Mit einem Wort: